Blutpuffer

- das Puffersystem des Blutes für den pH-Wert

Der Begriff Blutpuffer wird für das komplexe Puffersystem des Blutes bezeichnet. Dieses puffert den pH-Wert des Blutes in sehr engen Grenzen ab. Es gehört zum Säure-Basen-Haushalts. Der normale pH-Wert liegt meist zwischen 7,35 und 7,45. Wenn der pH-Wert darunter liegt, wird das als Azidose bezeichnet. Es kann auch sein, dass er mal höher ist, dann bezeichnet man ihn als Alkalose. Für den Organismus ist die pH-Konstanz lebensnotwendig.

Aufgabe

Eine verheerende Wirkung hätten die entstehenden Säuren die im Stoffwechsel fortlaufen, wenn diese nicht ohne weiter ab gepuffert werden und anschließend eliminiert würden.

Ein Hauptteil des Blutpuffers ist der Carbonatpuffer. Es ist eine Mischung aus Hydrogencarbonaten und Kohlensäure. Die CO²-Konzentration zwischen Ozeanen, Biosphären und Atomsphären werden durch den Carbonatpuffer geregelt.

Funktion

Das Puffersystem kann man wie folgt erklären. Wenn eine starke Säure, die vollständig mit Säureanionen und H-lonen dissoziiert ist, zu ungepuffertem Wasser oder Lösung dazu gegeben, nimmt die H-lonenkonzentration von der Lösung erwartungsgemäß zu und somit nimmt der pH-Wert ab. Gibt man so eine Säure aber einer gepufferten Lösung hinzu, so werden größtenteils die H-lonen gebunden, der pH-Wert bleibt somit unverändert oder verändert sich nur sehr gering. Für Laugen gilt sinngemäß auch das gleiche.

Ein Puffer ist im chemischen Bereich, ein Gemisch aus einer sehr schwachen Säure und Salz die die gleichen Anion haben. Oder es kann auch ein Gemisch aus schwacher Base sein und einem Salz, dass die gleiche Kation hat.

Puffersysteme

Vier Puffersysteme werden im Blut unterschieden:
  • in den Erythrozyten das Hämoglobin
  • das Kohlensäure-Bicarbonatsystem
  • die Phosphatpuffer und
  • die Plasmaprotein

Offene und geschlossene Puffersysteme

Wenn man ein Puffersystem betrachtet, sollte zwischen offenen und geschlossenen Puffersysteme unterschieden werden.

Die durch die chemischen Reaktion entstanden Protonen werden bei einem geschlossenen Puffersystem vom so genannten Puffersubstanzen abgefangen.

Das System steht, bei einem offenen Puffersystem im Austausch mit der Umgebung. Durch Abgabe von Komponenten, ist es in der Lage die Umgebung für den entsprechenden pH-Wert aufrecht zu erhalten.